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Anpassung (Adaptation)

Möglichkeiten der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft zur Anpassung

Landwirtschaft

Anpassung im Pflanzenbau

  • Anpassung der Aussaattermine, Saatdichte, Reihenabstand und Fruchtfolge
  • Anbau standortangepasster Sorten
  • Anbau anderer Kulturen
  • Anpassung der Pflanzenschutzmaßnahmen
  • Anpassung der Bodenbearbeitung
  • Optimierung von Wasserversorgung und Be- bzw. Entwässerungssystemen
  • Anpassungen bei der Verwendung von Betriebsmitteln (z.B. Düngemittel, Pflanzenschutzmittel)
  • Diversifizierung der Produktion
  • Spezielle Maßnahmen auf Trockenstandorten
  • Konservierende Bodenbearbeitung bezwihungsweise tiefe Bodenlockerung zur Förderung der Infiltration
  • Vermeidung unnötiger Bodenbearbeitung
  • Förderung des Wurzelwachstums
  • Anpassung von Standraum und Saattiefe
  • Anpassung der N(Stickstoff)-Düngung an die Wasserverfügbarkeit
  • Ausreichende Versorgung mit allen Nährstoffen sowie organischer Substanz
  • Zurückhaltender Einsatz von Wachstumsreglern
  • Kontrolle von Halmbasiskrankheiten
  • Vermeidung von Hitzeschäden (escape-Strategie)
  • Einsatz Wasser sparender Bewässerungstechnik
  • Anpassung der Bewässerungsinfrastruktur

Anpassungsmaßnahmen der Pflanzenzüchtung

  • Verbesserung der Hitze- und Trockenstresstoleranz traditioneller Kulturpflanzen, insbesondere während sensitiver Entwicklungsphasen, sowie Bereitstellung von Saatgut von (neuen) Wärme liebenden Kulturpflanzen
  • Erhöhung des Wachstums- und Ertragspotenzials der Kulturpflanzen zur optimalen Ausnutzung des CO2(Kohlenstoffdioxid)-Effekts auf die Photosyntheserate
  • Gewährleistung hoher stofflicher Qualität unter veränderten Wachstumsbedingungen
  • Verbesserung der Resistenzen gegenüber der erwarteten Zunahme bestimmter Schadorganismen und der Veränderung des Artenspektrums der Schadorganismen infolge des Klimawandels

Anpassung der Nutztierhaltung

  • Optimierung der (Stall)Umgebung durch zusätzliche Kühlsysteme (unter anderem Dachbegrünung; Reduktion der Stallbelegung; Agroforstsysteme in der Weidehaltung zur Beschattung)
  • Einfuhr oder Züchtung hitzetoleranter Rassen
  • Verbesserung des Nährstoffmanagements, vor allem bei Hitzestress
  • Schutz vor Tierkrankheiten

Forstwirtschaft

  • Dokumentation und Erforschung der Veränderungen durch Untersuchung waldwachstumskundlicher Versuchsflächen, durch forstliches Umweltmonitoring (FUTMON - Further Development and Implementation of an EU-level Forest Monitoring System) und Inventuren (Boden- und Waldzustandserhebung, BWI - Bundeswaldinventur), Schädlingsvorsorge, Monitoring der Borkenkäfer und Laubholzschädlinge
  • Anlage von standortgerechten stabilen Mischbeständen geeigneter Baumarten zur Risikostreuung
  • Umbau gefährdeter, nicht standortgerechter Bestände in standortgerechte, risikoarme Mischbestände
  • Prüfung und Anpassung von Pflege- und Nutzungskonzepten, z. B. stabilisierende Durchforstung (Stabilisierung von Einzelbäumen und Beständen)
  • Erforschung bzw. Darstellung der Auswirkungen verstärkter Nutzungseingriffe und Veränderung von Umtriebszeiten zur Steigerung der Holzproduktion zwecks erhöhter CO2-Bindung
  • Standort- und Waldortbezogene Risikoanalysen und deren Berücksichtigung in der Bestockungsplanung (Absenkung des Zielvorrats, des Zieldurchmessers und der Höhe)
  • Wahl geeigneter genetischer Herkünfte, die an die derzeitigen und zu erwartenden Standort- und Klimaverhältnisse angepasst sind und eine möglichst hohe genetische Variabilität aufweisen, bei geeigneten Ausgangsbeständen Bevorzugung von Naturverjüngung (wegen ihrer oft höheren Pflanzenzahl und genetischen Vielfalt)
  • Überarbeitung der standortbezogenen Baumartenempfehlungen unter Berücksichtigung des Klimawandels
  • Entwicklung einer dynamischen Standortkartierung mit der Möglichkeit, klimatische Veränderungen in Form von Szenarien zu visualisieren
  • Verstärkte Berücksichtigung von Klimaaspekten bei Züchtungsforschung, Herkunftsforschung, Forstschutz, Standortkunde und Baumartenwahl, Erforschung von Konkurrenzverhalten innerhalb und zwischen Arten und der Baum- und Waldverjüngung, ökosystemarer Klimafolgenforschung und Beschreibung der erwarteten ökonomischen Auswirkungen. In Zielbestockungskarten und Risikokarten können Ergebnisse niedergelegt und Betrieben bereitgestellt werden.
  • Intensivierung von Schutzwaldpflege und –sanierung
  • Verbesserung des Wasserrückhalts (gegebenenfalls Schließen von Entwässerungsgräben)

Fischerei

  • Wiederherstellung der vollen Reproduktionskapazitäten überfischter Bestände durch Einhaltung von Fangquoten, gegebenenfalls Überarbeitung von Managemententscheidungen und Bewirtschaftungsplänen
  • Verbesserung der Rahmenbedingungen für die ressourcenschonende Aquakultur

Über alle Bereiche der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft

  • Entwicklung neuer Formen von Versicherungen

 

 

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